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Wir klagen an

Anklagebank von Pro Rauchfrei e.V.

Wer sind in Deutschland die wirklichen Bremser, Zyniker und Pharisäer eines umfassenden Nichtraucherschutzes? Mit dieser Serie wollen wir jeden offen anklagen, der den Tod Hunderttausender Deutscher durch Worte oder Taten verharmlost, Kinder, Atemwegskranke und alle Nichtraucher in menschenverachtender Weise herabwürdigt oder deren Gefährdung und Tod gar zynisch in Kauf nimmt. Wir fordern alle Bürger auf, diesen Personen zu schreiben und damit unsere Anklage zu unterstützen.
Am Seitenende finden Sie ein Formular, mit dem Sie eine eigene Anklage einreichen können. 

Heute klagen wir an:

Die Anklage

Name: Hermann Gröhe
Funktion Bundesgesundheitsminister
Äußerungen Die Versuche der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler, ein Rauchverbot im Auto bei Anwesenheit MInderjähriger per Gesetz regeln zu lassen, wurden vom Bundesgesundheitsministerium mit der Behauptung torpediert, ein solches Gesetz sei möglicherweise verfassungswidrig. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages ist in dieser Frage völlig anderer Ansicht. Ein Rauchverbot im Auto sei genauso mit dem Grundgesetz vereinbar und verhältnismäßig wie etwa die Gurtpflicht.
Tatvorwurf:
Aus Angst vor dem sinkenden Wohlwollen seiner Stammklientel wagt der Gesundheitsminister nicht, ein Ansinnen zu unterstützen, das eine Mehrheit der Bevölkerung, sogar unter den Rauchern selbst, billigt und akzeptiert. Und das, obwohl die Gesundheitsförderung die Kernaufgabe seines Amtes ist. Minderjährige Passivraucher sind besonders gefährdet: Weil sie öfter atmen als Erwachsene, weil sich die Lunge noch herausbildet und weil ihr Entgiftungssystem nicht ausgereift ist. Passivrauchen erhöht gerade bei Kindern das Risiko für eine Reihe von Krankheiten, on Asthma über lebenslange Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs bis hin zum plötzlichen Kindstod. Dabei ist im Auto die Giftstoffbelastung extrem: Selbst bei leicht geöffnetem Fenster ist die Konzentration mancher toxischer Partikel laut Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) teils fünfmal so hoch wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe.
Begründung: Hermann Gröhe erfüllt seine Amtspflichten in diesem Punkt nicht. Dafür kann es keine Entschuldigung geben.
Verurteilt zu: Feststellung, dass er seiner Aufgabe unwürdig ist.
Vollstreckung: Keine Stimme für Hermann Gröhe (CDU NRW) sowei seine Partei (wegen Verschleppung der Abstimmung über das Tabakwerbeverbot) bei der kommenden Bundestagswahl.

Die Anklage

Name: Milan Peschel
Beruf Schauspieler und Regisseur
Äußerungen Im Theater wolle er Kindern etwas über die Geschichte erzählen, sagte Peschel im kulturradio des RBB. Etwa, dass früher überall geraucht wurde, in jedem Restaurant, in Flugzeugen, Bussen und im Fernsehen.
Tatvorwurf:
Peschel inszeniert Kästners "Pünktchen und Anton"; am Berliner "Theater an der Aue". Laut Theater ist das Stück geeignet für Kinder von acht bis 13 Jahren. Die Figur des Spazierstock-Fabrikanten Richard Pogge, der Vater von Pünktchen, raucht auf der Bühne eine Zigarre. Im Vorfeld der Premiere hatten Lehrer gegen das Rauchen einer Zigarre auf der Bühne protestiert. Schüler könnten falsche Vorbilder daraus ziehen, lautete der Vorwurf. Gedroht wurde mit der Stornierung vorbestellter Karten, sollte die Inszenierung nicht geändert werden. Peschel zeigte keine Einsicht, beharrte auf dem Rauchen der ZIgarre und sagte, Theater sei kein Selbstbedienungsladen: "Bestimmte Sachen gibt es in der Welt, und wer Asthma hat, setzt sich eben in die letzte Reihe."
Begründung: Mit solchen Vorstellungen von pädagogischer Aufklärung und Gewährleistung der körperlichen Unversehrtheit von Kindern gehört Peschel ins Schreckenskabinett der uneinsichtigen Rauchpropagandisten. Wer jemanden wie ihn als Fürsprecher hat, braucht keine Tabakwerbung mehr.
Verurteilt zu: Teilnahme an einer Tabakpräventions-Veranstaltung für Kinder und Jugendliche, um die Gefähhrdung von Nichtrauchern durch Tabakprodukte selbst verstehen und später auch vermitteln zu lernen.
Vollstreckung: Nachricht senden an sein Facebook-Profil oder Künstler-Agentur Schlag.

Die Anklage

Name: Michael Gwisdek
Beruf: Schauspieler
Äußerungen In Interviews zu seinem 75. Geburtstag hatte er offenbar nichts zu seinem Leben zu berichten außer der Tatsache, dass er von nun an "noch mehr" rauchen würde, über drei Schachteln täglich, denn das tue ihm "einfach gut". Rauchen sei zwar gefährlich, dafür härte man als Raucher aber sein Immunsystem ab und bekomme deswegen andere Krankheiten nicht. Dieser "Deal" sei für ihn "ok". Die unsinnigen Sprüche gipfeln in der Aussage: „Prinzipiell rauche ich in allen Situationen. Das ist ja das, was mich am Leben erhält."
Tatvorwurf:
Wer nichts aus seinem Leben zu erzählen hat außer der täglichen Zigarettendosis, mag arm dran sein, entweder seelisch oder finanziell. Wer es nötig hat, mit den eigenen wirren Vorstellungen vom Gesundbleiben an die Presse zu gehen, sollte sich auf Berufliches beschränken statt Menschen auch noch zum Rauchen zu verleiten. So überzeugt vom Gesundbrunnen Rauchen scheint Gwisdek allerdings nicht zu sein, denn in Interviews von 2016 bekannte er, nicht zum Arzt zu gehen, da dieser doch immer etwas finde. So lässt sich vermuten, dass er noch nicht einmal selber glaubt, was er behauptet.
Begründung: Wie viele andere Prominente besitzen auch Schauspieler eine Vorbildwirkung für viele Menschen. Daher sollten Prominente sich ihrer Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen bewusst sein, egal, welcher Sucht sie selbst verfallen sind.
Verurteilt zu: Keine Interviews mehr zu seinen Rauchgewohnheiten. Oder besser noch zugeben, dass bei ihm nicht der Genuss, sondern der Zwang im Mittelpunkt steht und anderen abraten, sich diesem Zwang zu unterwerfen.
Vollstreckung: E-Mail schreiben über Kontaktformular http://theaterkontakte.de/profil/michael_gwisdek/kontakt.html.

Die Anklage

Name: Volker Kauder
Funktion: Unionsfraktionsvorsitzender
Äußerungen 1:1 von der Tabaklobby übernommen ist die Begründung, als er die Beratung für ein Tabakwerbeverbot, die Mitte Juli im Parlament stattfinden sollte, hinterhältig kassierte: Die Menschen hätten es satt, vom Staat bevormundet zu werden, neue Verbote dürfe es nicht geben. Die Union müsse wieder auf die Freiheit setzen und nicht auf Verbotsideologie. Wie er zur Tabakprävention steht, ersieht man aus einer Antwort auf die Frage einer Schülerin, was er von Rauchverboten halte: "Gar nichts."
Tatvorwurf:
Mitte Juli, ganz knapp vor der Parlamentspause, stand der von Ernährungsminister Schmidt vorgelegte und vom Kabinett abgesegnete Gesetzentwurf auf der Tagesordnung. Doch urplötzlich war er daraus verschwunden, wegen „Bedenken einiger CDU-Abgeordneter“. Solche Bedenken nährte der langjährige Tabaklobbyist und Raucher Volker Kauder eifrig. Bereits im Mai hatte er sich bei einem Empfang der Jungen Union überzeugt gegeben,das Tabakwerbeverbot könne noch verhindert werden.
Begründung: Kauders Verhinderung des geplanten Gesetzes erinnert fatal an seine Blockadepolitik 2007, als es um die Etablierung eines bundeseinheitlichen Nichtraucherschutzes ging. Ein Positionspapier des damaligen Verbands der Cigarettenindustrie (VdC) war aus einer Fraktionssitzung klammheimlich auf den Tisch einer Arbeitsgruppe geflattert, die nach Kauders Willen eine Grundlage für ein Nichtraucherschutzgesetz erarbeiten sollte. Dabei hatte das Dokument, wohl aus Versehen, den Briefkopf des VdC verloren, jedoch den Wortlaut inklusive Tippfehler der Lobbyvorlage behalten. Diesem Positionspapier entstammt u.a. die noch heute in vielen Bundesländern gültige Regelung, dass Gaststätten unter 75 m 2 Raucherkneipen werden dürfen. Diese Größe wiesen ca. 80 % aller Lokale auf, sie war damit günstig für den VdC. Pro Rauchfrei hatte diesen Skandal offengelegt.
Verurteilt zu: Aktives Engagement für die Erfüllung des Mindeststandards in der Tabakprävention in Deutschland.
Vollstreckung: E-Mail schreiben an: Volker Kauder, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Anklage

 

Name: Udo Lindenberg
Berufsbild: Liedermacher, Sänger
Äußerungen: Auf die Frage „Machst du dir als Zigarrenraucher manchmal um deine Vorbildwirkung Gedanken?" antwortete er: „Ja, schon ein bisschen, aber Zigarren sind ja sowas wie Salat, bestehen aus langen grünen Blättern mit Spurenelementen. (lacht) Kinder rauchen ja auch selten Zigarren und Zigaretten rauche ich nicht." Dem Kölner Express erklärte er 2016:  „Deshalb bin ich Auftragsraucher. Ich rauche im Auftrag von Helmut Schmidt."
Tatvorwurf:
Udo Lindenberg wirbt offen fürs Rauchen. Im Hamburger Hotel "Atlantic", in dem er wohnt, hat er durchgesetzt, überall rauchen zu dürfen, auch dort, wo für alle anderen Rauchverbot herrscht. Dass er Nichtraucher schädigt, scheint ihm genauso gleichgültig zu sein wie dass er andere zum Rauchen animiert. Er posiert gern mit Zigarre, er vergleicht Zigarren mit Salat - sicher sollte das ein Witz sein, aber bleibt es ein Witz, wenn andere Menschen davon Krebs bekommen und frühzeitig sterben? Wahrscheinlich ist er stark süchtig oder sehr geschäftstüchtig oder beides.
Verurteilt zu: Udo Lindenberg soll zukünftig seiner Sucht im Privaten nachgehen. Außerdem wird er aufgefordert zu bestätigen, dass er keine Gelder von Tabakkonzernen oder aus deren Umfeld annimmt. Nur so kann er den Verdacht der Bestechlichkeit ausräumen.
Vollstreckung: Per Fax schreiben an Udo Lindenberg, Hotel Atlantic, Fax: 040-247129.

Die Anklage

Name: Russell Crowe
Berufsbild: Schauspieler (u.a. "Les Misérables").
Äußerungen Die Besucher von Nichtraucher-Bars würden weniger konsumieren, weil sie dauernd draußen stehen müssten. Das sei ein Nachteil für die Wirte. In Raucherlokalen seien die Menschen "total glücklich".
Tatvorwurf:
Raucht provokativ auch dort, wo es verboten ist, und prahlt vor der Presse noch damit.
Begründung: Der Schauspieler hat nach eigenen Worten schon mit 10 Jahren angefangen zu rauchen, ist also ein typisches Opfer der Tabakindustrie. Der heute 52-Jährige muss sich der Schäden durch Rauchen, die er sich und vor allem auch anderen zufügt, sehr wohl bewusst sein. 2010 hat er groß angekündigt, nun Nichtraucher zu sein. Das hat nicht lange gehalten. Das eigene Scheitern maskiert der Raucher, wie andere Leidensgenossen auch, mit Aggression. Er machte Schlagzeilen, als er in Neuseeland in seinen Konzerten rauchte - obwohl dort in Bars, Nachtlokalen usw. strenges Rauchverbot herrscht. Glaubt man seinen eigenen Worten in einem Interview im Mai 2016 mit der Bild-Zeitung, lässt er kaum eine Gelegenheit zu Verstößen gegen den Nichtraucherschutz aus. Werbung fürs ungehinderte Rauchen und damit die Tabaklobby ist das eine - das andere ist die bewusste Schädigung anderer. Russell Crowe verbindet beides.
Verurteilt zu: Boykott von Filmen, in denen er mitspielt.

Die Anklage

Name: Rainer Spiering
Funktion: MdB; Berichterstatter im Bereich Tabak in der AG Ernährung und Landwirtschaft der SPD.
Äußerungen Die Produktion von Tabakwaren in Deutschland bedeute Produktsicherheit. Darüber hinaus sollten wir „anderen Ländern der Welt nicht ihre Gesundheitsvorstellungen vorschreiben.“ Diese Einlassung, die auch von Seiten der CDU Beifall erhielt, steht im krassen Widerspruch zu den Versuchen mehrerer deutscher Europaabgeordneter, Einfluss in Irland gegen die Einführung von Einheitspackungen für Zigaretten zu nehmen.
Tatvorwurf:
Eifriges Eintreten für die Tabaklobby und gegen die ordnungsgemäße Umsetzung der Regulierung durch die EU-Tabakproduktrichtlinie bei der ersten Beratung des Entwurfs des Tabakerzeugnisgesetzes am 14. Januar 2016 im deutschen Bundestag.
Begründung: Herr Spiering ist, wie er bei seiner Rede ebenfalls bekundete, der Ansicht, dass "wir" in großem Maße die Verantwortung für die Zigarettenherstellung in Europa trügen. Treffender kann man das Bratkartoffelverhältnis der tonangebenden politischen Kreise zur Tabakindustrie in Deutschland kaum beschreiben. Besser kann man den steten Gegenwind gegen jegliche Regulierung nicht erklären. Hier sprach ein wahrer Tabakamigo, der für Deutschlands nunmehr letzter Platz bei der Tabakprävention mitverantwortlich zu machen ist.
Verurteilt zu: Wahrung der Gesundheitsinteressen der deutschen Bevölkerung und der Bürger von Importländern deutscher Tabakwaren. Offenlegung seiner Beziehungen zur Tabaklobby. 
Vollstreckung: E-Mail schreiben an: Rainer Spiering, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Anklage

Name: Matthias Machnig
Funktion: Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Äußerungen 1999 zu seiner Rolle als damaliger Büroleiter des SPD-Bundesgeschäftsführers: „Jemanden wie mich darf es in unserer Partei eigentlich gar nicht geben." Ihm fehlte und fehlt heute noch die Legitimierung. Er wurde nicht in seine Funktionen gewählt, sondern von seinen Mentoren, erst Müntefering, dann Gabriel, gehievt.
Tatvorwurf:
Als graue Eminenz im Wirtschaftsministerium scheint Machnig verantwortlich für die Blockadehaltung Sigmar Gabriels gegenüber einem Tabakwerbeverbot zu sein. Über seinen Freund Karpinski von der Webeagentur KNSK ist Machnig mit der Tabaklobby verbunden, denn zu deren Großkunden gehört British American Tobacco (BAT). Die Agentur schob Machnig Posten in der Wirtschaft zu, als er sie brauchte, und Machnig schiebt und schob KNSK Werbeaufträge in der Politik zu – für Wahlkämpfe, Themenkampagnen und sogar für ein ganzes Bundesland, Thüringen (Machnig war vier Jahre lang thüringischer Wirtschaftminister). Zu den Kunden von KNSK gehören übrigens auch Borussia Dortmund, dessen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wegen seiner Missachtung des Nichtraucherschutzgesetzes auf dieser Seite gleichfalls erscheint, sowie die Filmreihe „Schuld“, deren Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu wir ebenfalls anklagen. Allerdings ist die gesamte Serie, angefangen vom Vorspann bis zu den Inhalten, eine einzige Werbung für die Droge Tabak.
Begründung: Herr Machnig setzt offensichtlich seine Verbindungen und sein Netzwerk aus gegenseitigen Gefälligkeiten und Freundschaftsdiensten zugunsten der Werbe- und der Tabakbranche dazu ein, das in Deutschland längst überfällige Tabakwerbeverbot zu verhindern. Dies nicht aus sachlich gerechtfertigten oder zumindest diskutablen Gründen, sondern als Konsequenz von Kungelei und Vetternwirtschaft, aus niedrigen persönlichen Motiven.
Verurteilt zu: Offenlegung seiner Verbindungen zur Tabaklobby, Verzicht auf sein Amt und weitere Einflussversuche im Wirtschaftsministerium
Vollstreckung: E-Mail schreiben an: Matthias Machnig, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Anklage

Name: Wolfgang Niersbach
Funktion: Präsident des Deutschen Fußball-Bundes
Tatvorwurf:
2006 gehörte der Deutsche Fußball-Bund noch zu den Vorreitern, die sich für rauchfreie Heimspiele der Nationalmannschaft und Pokalendspiele in Berlin aussprachen. Auf Bundesliga-Spiele wollte man keinen Einfluss nehmen. Nur drei Bundesligavereine haben rauchfreie Stadien, einige weitere unterschiedlich große Familienblöcke (s. unsere Seite Rauchfreie Stadien). In drei Briefen, der erste vom Mai 2012, der zweite vom 10. Januar 2015, der dritte vom 2. April 2015 hat Pro Rauchfrei den DFB dazu aufgefordert, seinen Einfluss auf die Vereine geltend zu machen und rauchfreie Stadien zu empfehlen. Auch von der Vorsitzenden der Sportministerkonferenz, Ute Schäfer, die wie alle Innenminister der Länder einen ähnlichen Brief von Pro Rauchfrei erhalten hatte, wurde der DFB gebeten, sich für mehr Nichtraucherschutz in den deutschen Stadien der 1. bis 3. Liga einzusetzen. Dazu schwieg und schweigt der DFB.
Begründung: Es muss seitens des DFB schon ein eklatant mangelndes Interesse an der Sache vorhanden sein, sodass er sich zu keiner Art der Antwort veranlasst sieht. Das Thema Nichtraucherschutz scheint für den DFB abgehakt.
Verurteilt zu: Der DFB muss ab der kommenden Spielsaison die Vorgaben der UEFA zum Nichtraucherschutz in allen Stadien umsetzen.
Vollstreckung: Brief schreiben
Adresse: Hermann-Neuberger-Haus
Otto-Fleck-Schneise 6
60528 Frankfurt

 

Die Anklage

Name: Reinhard Rauball
Funktion: Präsident der Deutschen Fußball Liga
Tatvorwurf:
Die DFL ist noch nie als Verfechterin eines guten Nichtraucherschutzes in Stadien hervorgetreten. Auch als die damalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, 2008 ein Engagement von DFL und DFB in puncto Rauchverbote forderte, hielt sich die DFL nach außen immer bedeckt. Daher ist es auch nicht ihr Verdienst, wenn drei deutsche Bundesligavereine rauchfreie Stadien haben (s. unsere Seite Rauchfreie Stadien). In drei Briefen, der erste vom Mai 2012, der zweite vom 10. Januar 2015, der dritte vom 2. April 2015 hat Pro Rauchfrei die DFL dazu aufgefordert, ihren Einfluss auf die Vereine geltend zu machen und rauchfreie Stadien zu empfehlen. Auch von der Vorsitzenden der Sportministerkonferenz, Ute Schäfer, die wie alle Innenminister der Länder einen ähnlichen Brief von Pro Rauchfrei erhalten hatte, wurde die DFL gebeten, sich für mehr Nichtraucherschutz in den deutschen Stadien der 1. bis 3. Liga einzusetzen. Dazu schwieg und schweigt die DFL beharrlich.
Begründung: Die DFL verfolgt weiter ihre Null-Interesse-Linie beim Nichtraucherschutz. Man will sich des Themas durch Schweigen entledigen.
Verurteilt zu: Die DFL muss ab der kommenden Spielsaison die Vorgaben der UEFA zum Nichtraucherschutz in allen Stadien umsetzen.
Vollstreckung: Brief schreiben
Adresse: Guiolettstraße 44-46
60325 Frankfurt

Die Anklage

Name: Mortiz Bleibtreu
Berufsbild: Schauspieler
Äußerungen: Übers Rauchen: „Das Gemeine ist ja: Wenn ich jetzt das Gefühl hätte, das würde mir so richtig schaden – dann würde ich damit vielleicht auch anders umgehen. … Ich bin tatsächlich noch relativ fit. Aber es ist ja so, dass viele tolle Sachen auf der Welt so ungesund sind.“
Tatvorwurf:
Moritz Bleibtreu macht offen Werbung fürs Rauchen. Sogar auf seiner Homepage dominiert ein Bild von ihm mit Zigarette in der Hand. Richtig ausleben konnte er seine Sucht bei der sechsteiligen, von Oliver Berben gedrehten Serie „Schuld“, die ab 20.02.15 ausgestrahlt wurde. Darin wird geraucht, bis der Bildschirm vernebelt. Szenen zeigen Hände mit Zigaretten, Zigarettenschachteln, Feuerzeuge. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass interessierte Kreise sich hier eingekauft haben. Die Botschaft kommt ganz klar rüber: „Rauchen ist cool.“ In einem Interview verlangt Bleibtreu einmal in einem Nichtraucher-Hotelzimmer als erstes einen Aschenbecher. Regeln gelten wohl für andere: Das sind Starallüren, die bei einem großen Teil des Publikums sehr schlecht ankommen. Noch unverständlicher wird sein Verhalten, wenn man bedenkt, dass Bleibtreus Mutter Monica, selbst starke Raucherin,  2009 an Lungenkrebs starb.
Verurteilt zu: Moritz Bleibtreu hat es zukünftig zu unterlassen, in Spielfilmen zu rauchen. Außerdem wird er aufgefordert zu bestätigen, dass er keine Gelder von Tabakkonzernen oder aus deren Umfeld annimmt. Nur so kann er den Verdacht der Bestechlichkeit ausräumen.
Vollstreckung: Per Kontaktformular schreiben unter http://moritzbleibtreu.com/contact.html 

Die Anklage

Name: Hans-Joachim Watzke
Funktion: Geschäftsführer von Borussia Dortmund
Tatvorwurf:
Am 24.02.2015 raucht Herr Watzke anlässlich eines Freundschaftsspiels zwischen dem Düsseldorfer F95 und dem BVB in der Düsseldorfer Esprit-Arena bei geschlossenem Dach, d.h. bei offiziellem Rauchverbot laut Stadion-Hausordnung.
Begründung: Statt ein Vorbild für seinen Verein und seine Spieler zu sein, missachtet der Chef der Borussen bewusst das nordrhein-westfälische Nichtraucherschutzgesetz, das Rauchen in Stadien bei geschlossenem Dach verbietet, und gibt somit zu erkennen, was er von Gesetzen und korrektem Benehmen in der Öffentlichkeit hält. Suchtdruck vor Anstand!
Verurteilt zu: Hans-Joachim Watzke hat es zukünftig zu unterlassen, in Stadien zu rauchen. Außerdem wird er aufgefordert zu bestätigen, dass er keine Gelder von Tabakkonzernen oder aus deren Umfeld annimmt. Nur so kann er den Verdacht, Werbung für das Rauchen zu betreiben, ausräumen.
Vollstreckung: E-Mail senden an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Update: Gegen Herrn Watzke ist zwischenzeitlich ein Bußgeldverfahren eröffnet worden. Gleichzeitig betonte die Leitung der ESPRIT-Arena in einem Gespräch, dass sowohl die Betreibergesellschaft als auch der Verein Wert auf die Einhaltung des Nichtraucherschutzes legen und dies auch kommunizieren. Herr Watzke wird also für künftige Gelegenheiten hinreichend sensibilisiert sein. 

Die Anklage

Name: Horst Heldt
Funktion: Manager von Hannover 96
Tatvorwurf:
Horst Heldt raucht, wann und wo es ihm passt, wie viele öffentliche Fotos von ihm belegen. So auch am 11.04.2015 bei geschlossenem Dach während des Spiels von Schalke gegen den SC Freiburg in der Veltins-Arena.
Begründung: H. Heldt ist Kettenraucher – schon bei seiner Ernennung zum Sportchef in Stuttgart hieß es, er müsse nun wenigstens nicht mehr heimlich im Zimmer rauchen. In einem Interview äußerte er einmal, er fände das nicht gut und hätte als Fußballer mehr erreichen können, wenn er nicht geraucht hätte. Warum gibt er seinen Spielern dann ein schlechtes Beispiel? Wer selbst die Bestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes NRW nicht einhält (Rauchen bei geschlossenem Dach verboten), der wird das auch nicht von anderen einfordern. Also immer „Rauch ahoi!“ im Gelsenkirchener Stadion?
Verurteilt zu: Horst Heldt hat es zukünftig zu unterlassen, in Stadien zu rauchen. Außerdem wird er aufgefordert zu bestätigen, dass er keine Gelder von Tabakkonzernen oder aus deren Umfeld annimmt. Nur so kann er den Verdacht, Werbung für das Rauchen zu betreiben, ausräumen.
Vollstreckung: E-Mail schreiben an

 

Die Anklage

Name: Ulrich Ropertz
Funktion: Geschäftsführer und Pressesprecher des Deutschen Mieterbunds (DMB)
Äußerungen:  Gegen die Einzelvereinbarungen im Mietvertrag zum Nichtrauchen gegenüber der dpa: „Ich habe die größten Bedenken, dass das zulässig ist“. Danach räumt er ein, dass solche Vereinbarungen zulässig seien – aber den Schaden hat er da mit seiner alarmierenden Bewertung schon angerichtet.
Tatvorwurf:
Herr Ropertz fährt im Namen des DMB eine raucherfreundliche Linie zu Lasten aller nichtrauchender Mieter, die sich von den Tabakrauchemissionen ihrer Nachbarn gestört fühlen. Solche Mieter gibt es zunehmend, wie Pro Rauchfrei feststellen muss. Das Novum „erste deutsche rauchfreie Wohnanlage Deutschlands“ zeigt einen nachahmenswerten Lösungsansatz für Nichtraucher, der Streit und gerichtliche Auseinandersetzungen vermeiden helfen kann. Das sieht jedoch Herr Ropertz ganz anders. Er sieht durch die – wahrscheinlich noch lange – verschwindend geringe Anzahl solcher Wohnungsangebote die Raucher diskriminiert statt erleichtert zu sein, dass den Nichtrauchern in einer Sache geholfen wird, in der sie generell vom Deutschen Mieterbund alleingelassen werden.
Begründung: Herr Ropertz schwingt sich ohne Not zur Verteidigung einer krankmachenden Sucht auf. Statt für alle Mieter, also auch die von Nachbars Rauch geplagten, in abgewogenen Stellungnahmen zu berücksichtigen, statt neben den Rechten auch die Pflichten von Nachbarn zu betonen, meint er, nur Raucher unterstützen zu müssen. Umso unverständlicher, als er Vorsitzender der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe und der Deutschen Kinderkrebsstiftung ist und so mit den möglichen Folgen der Nikotinsucht ständig konfrontiert sein dürfte.
Verurteilt zu: Rücktritt von seinen Ämtern und Funktionen
Vollstreckung: E-Mail schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: Littenstraße 10
10179 Berlin

 

Die Anklage

Name: Katrin Altpeter
Funktion: baden-württembergische Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren
Äußerungen:  "Ich stimme mit Ihnen überein, dass der Nichtraucherschutz, insbesondere der Schutz unserer Kinder vor den Gefahren des Tabakrauches, eine hohe Priorität haben muss." - "wir (...) werden uns auch weiterhin nach Kräften dafür einsetzen, dass der Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg weiterentwickelt wird." Schöne Worte, wenn sie denn so gemeint gewesen wären.
Tatvorwurf: Frau Altpeter produziert im Nichtraucherschutz ausschließlich heißelückenhafter Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg Luft - rauchgeschwängerte heiße Luft. Ihre neuen Ausführungs­hinweise, die sie auf öffentlichen Druck hin (u.a.von Pro Rauchfrei) erließ, um zu verhindern, dass sie ihre obigen Versprechungen effektiv einlösen muss, erklären die zahlreichen Ausnahmen im Landes­nichtraucherschutz­gesetz Baden-Württem­bergs nur statt sie zu beseitigen. Ihr Nichtraucherschutz in der Gastronomie steckt voller Löcher. Das ist von der Ministerin genau so gewollt, denn verunsicherte Gäste beschweren sich nicht, und das Ordnungsamt schreitet ohne Beschwerden nicht ein. Läge der Minsterin eine echte Kontrolltätigkeit am Herzen, hätte sie die Behörden mit mehr Personal und Mitteln dafür ausgestattet. 
Begründung: „Frau Altpeter, wenn Sie schon als rauchende Gesundheitsministerin ein schlechtes Vorbild sind, so machen Sie nicht länger das ganze ‚Ländle‘ zu einem Raucherland“, so der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer, in einer Pressekonferenz im Oktober in Stuttgart. Frau Altpeter jedoch zementierte die chaotische Lage in ihrem Land nun noch weiter. Mit ihr und ihrer Regierung wird sich im Raucherländle  nichts ändern.
Verurteilt zu: Rücktritt von ihren Ämtern und Funktionen
Vollstreckung: E-Mail schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: Schellingstraße 15
70174 Stuttgart

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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