Berechnung der jährlichen Tabakopfer

Wir weisen im Rahmen unseres Internetangebotes eine informationsbox mit den Zahlen der täglichen und jährlichen Tabakopfer aus. Sowohl rauchbedingte als auch passivrauchbedingte Opfer werden ausgewiesen.

Zahlenbasis

Rauchbedingte Todesfälle

Bezüglich der rauchbedingten Todesfälle gibt es für Deutschland widersprüchliche Angaben. Das Jahrbuch Sucht 2005 weist für Deutschland Zahlen zwischen 111.000 und 117.000 Todesfälle pro Jahr aus. Grund für die Schwankung sind leicht unterschiedliche Berechnungsgrundlagen.

Andere Quellen gehen von 120.000 bis 130.000 rauchbedingten Todesfällen pro Jahr aus. Pro Rauchfrei gibt die Zahl der rauchbedingten Todesfälle mit 120.000 an und verwendet so die Mitte zwischen den verschiedenen Angaben.

Passivrauchopfer

Die Zahl der jährlichen Passivrauchopfer wurde aus einer Studie des DKFZ übernommen. Dort wird die Zahl der jährlichen Passivrauchopfer mit 3.300 beziffert. Erfasst sind passivrauchbedingte Todesfälle durch Exposition im häuslichen Bereich.

Anspruch

Wie bei statistischem Zahlenmaterial üblich, kann man auch an den obengenannten Zahlen zweifeln. Bisher werden verstorbene Menschen nicht hinreichend genau dahingehend untersucht, ob sie am Rauchen oder am Passivrauchen verstorben sind. Stattdessen werden tödlich verlaufende Krankheiten registriert, von denen sehr zuverlässig bekannt ist, dass sie in einem bestimmten Prozentsatz durch Rauchen (oder Passivrauchen) hervorgerufen werden. Zu diesen Krankheiten gehört der Lungenkrebs, aber auch verschiedene Kreislauferkrankungen.

Uns kommt es nicht darauf an, den absolut genauen Wert anzugeben, sondern es kommt uns darauf an, die Dimension der Auswirkungen der Tabakepedemie in Deutschland anschaulich zu machen.

Wir glauben, dass es vollkommen gleichgültig ist, ob 10, 100, 1000 oder 100.000 Menschen am Rauchen oder am Passivrauchen sterben müssen. Ein einzelner rauch- oder passivrauchbedingter Todesfall ist für uns Anlass genug zum Handeln. Die gleiche Wertschätzung gegenüber der Gesundheit und dem Leben der Bürger erwarten wir auch von der Bundesregierung.

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