Pressemeldungen

Dehoga Niedersachsen schießt sich selbst ins Bein

Weil der Gaststättenverband (Dehoga) einen Rückgang der Kneipen in Niedersachsen mit dem Rauchverbot begründet, wirft ihm der Verbraucherschutzverband Pro Rauchfrei Verdummung der Öffentlichkeit vor.

Wenn es überhaupt ein Kneipensterben in Niedersachsen gibt - in 2012 standen laut Dehoga Niedersachsen 4.621 Gewerbeabmeldungen 4.661 Anmeldungen gegenüber - dann liegt das nach Meinung von Pro Rauchfrei  an den verräucherten Kneipen und nicht am Rauchverbot.

Schließlich darf gerade in Niedersachen in kleinen Kneipen und Nebenräumen von Gaststätten geraucht werden. Und so schießt sich der Hauptgeschäfts­führer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen, Rainer Balke, selbst ins Bein, wenn er sagt, dass das Nichtraucherschutzgesetz dazu beigetragen habe, "dass gerade kleinere Gaststätten unattraktiver geworden sind" und deshalb schließen mussten, weil es schwieriger wurde, "so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass es reicht, um eine Familie zu ernähren".

"Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass wenigstens die Funktionäre vom Dehoga etwas von Wirtschaft verstehen, aber weit gefehlt. Denn die Logik in seinen Ausführungen kann doch nur sein, dass immer mehr Menschen verqualmte Gaststätten meiden", so der Bundesvorsitzende des Verbraucherschutzverbandes Pro Rauchfrei, Diplomkaufmann Siegfried Ermer.

Lob für BGH-Entscheidung zum Rauchen auf dem Balkon

Pro Rauchfrei, Deutschlands größter Nichtraucherverband, begrüßt die Entscheidung zum Rauchen auf dem Balkon.

Pro Rauchfrei begrüßt das Urteil des BGH zum Rauchen auf Balkonen

"Das Urteil hilft uns sehr bei der Beratung von Mietern, die sich immer häufiger mit Beschwerden an uns wegen einer Belästigung durch ihre rauchenden Nachbarn wenden.

Insbesondere die Feststellung des Gerichts, wonach die vom Tabakrauch ausgehende Gefahr gesundheitlicher Schäden eine wesentliche und damit nicht zu duldende Beeinträchtigung darstellt, wird uns helfen, unseren Mandanten zukünftig ein rauchfreies Wohnen zu ermöglichen", sagt Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender des Verbraucherschutzverbands Pro Rauchfrei, Lobby der Nichtraucher.

Gleichzeitig richtet Ermer einen Appell an den Geschäftsführer und Pressesprecher des Deutschen Mieterbundes (DMB), Ulrich Ropertz, seine raucherfreundliche Haltung endlich aufzugeben und darauf hinzuwirken, dass in allen Wohngenossenschaften genügend rauchfreie Wohnungen zur Verfügung stehen.

Pro Rauchfrei, Initiator der ersten Nichtraucherwohnanlage in Halle/Saale, hatte vor Monaten Ropertz in einem offenen Brief wegen seiner Kritik an dieser Wohnanlage vorgeworfen, als Vertreter von Raucherinteressen aufzutreten und den DMB in den Dunstkreis von Tabaklobbyisten zu manövrieren. 

Grafik (c) soleilc1 - Fotolia

Chaotischer Nichtraucherschutz im Ländle

Pro Rauchfrei stellt Anzeige und Fachaufsichtsbeschwerde wegen zahlreicher Verstöße in Heidelbergs Gaststätten

„Frau Altpeter, wenn Sie schon als rauchende Gesundheitsministerin ein schlechtes Vorbild sind, so machen Sie nicht länger das ganze ‚Ländle‘ zu einem Raucherland“, so der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer, in einer Pressekonferenz im Oktober in Stuttgart.

Pro Rauchfrei deckt zahlreiche Verstöße gegen den Nichtraucher- und Jugendschutz in Heidelbergs Gastronomie auf

Mit dieser Pressekonferenz hatte Pro Rauchfrei die Gesundheitsministerin Altpeter gezwungen, eine ihr unangenehme und lange verheimlichte Evaluation zum Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg zu veröffentlichen. Schließlich fordern in dieser Untersuchung die Ordnungsämter ein Rauchverbot ohne Ausnahmen in der Gastronomie. Und auch der Nichtraucherschutz in Schulen wird als unzureichend bemängelt.

Gerade die Ausnahmen im bisherigen Gesetz sind das Problem: Raucherlokale und -räume, Kennzeichnung, Jugendschutz, Speisen usw.

So machten zwei aktive Mitglieder von Pro Rauchfrei die Probe aufs Exempel in der Altstadt von Heidelberg. Sie fanden offenkundige Missstände, die auch die Evaluation zu Tage förderte:

  • Obwohl das desolate Landesnichtraucherschutzgesetz Raucherlokale und auch Raucherräume erlaubt, fehlte in den meisten Fällen die geforderte Kennzeichnung „Raucherlokal/-raum. Zutritt unter 18 Jahren verboten“.
  • Dort, wo Wirte einen Hinweis angebracht hatten, war dieser unvollständig, schlecht sichtbar oder mit Zigarettenwerbung versehen.
  • Die eigentlich lobenswerte Aktion „Nette Toilette“, mit der Gaststätten auch Nichtgästen ihre Sanitärräume kostenlos zur Verfügung stellen, führt in einigen Fällen zur Aktion „Verrauchte Toilette“.

Die Stadt Heidelberg scheint seit Jahren den Nichtraucherschutz zu ignorieren, obwohl dort sogar das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle ansässig ist. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass nicht einmal diese einfachen Mängel fest- und abgestellt werden? Ganz zu schweigen von den verrauchten Nichtraucherbereichen in Gaststätten durch offene Türen oder durch „Rauch-Frei-Signale“ nach 22 Uhr.

So dokumentierten die Nichtraucherschützer in kurzer Zeit 17 Verstöße und brachten sie zur Anzeige. Gleichzeitig stellte Pro Rauchfrei eine Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium Karlsruhe, da Gastwirte durch das systematische „Weggucken“ der Stadt Heidelberg zu Ordnungswidrigkeiten (Verletzung des Jugendschutzes) verleitet werden.

Pro Rauchfrei fordert wiederholt die Grün-geführte Landesregierung auf, endlich zu handeln und ein Nichtrauchergesetz ohne Wenn und Aber auf den Weg zu bringen.

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