Nachhilfe für Zirndorfer Bürgermeister Zwingel

Pro Rauchfrei unterstützt Wunschliste der Jungbürger

21.11.2018  Während der diesjährigen Jungbürgerversammlung im Zirndorfer Rathaus gab Bürgermeister Thomas Zwingel (SPD) den Viertklässlern eine falsche Auskunft. Wie die Fürther Nachrichten am 18. November berichteten, baten die Schüler den Bürgermeister, ein Rauchverbot auf den Spielplätzen der Stadt durchzusetzen. Um der Sache mehr Nachdruck zu verleihen, wurden sogar 232 Unterschriften gesammelt.

Statt sich jedoch bei den Jungbürgern für ihren sinnvollen Vorschlag zu bedanken und das Rauchverbot auf Spielplätzen mit einer besseren Beschilderung und Kontrolle durchzusetzen, „beschwichtigte“ er die Kinder mit der lapidar falschen Auskunft „Im Freien können wir leider kein Rauchverbot durchsetzen.“

Ist er vielleicht selbst Raucher und hat sich daher nicht mit dem bayerischen Gesetz zum Schutz der Gesundheit (GSG) beschäftigt? Denn dann hätte er dort unter Art. 2 Nr. 2 c) lesen können, dass auf „räumlich abgegrenzten und vom Träger gewidmeten Kinderspielplätzen" sehr wohl das Rauchen verboten ist. Ist da neben dem Bürgermeister von Zirndorf etwa auch seine Verwaltung ahnungslos?

„Wir fordern Herrn Bürgermeister Zwingel auf, seine Aussage in Bezug auf das Rauchverbot an Spielplätzen zu korrigieren und umgehend die Vorschriften des Gesetzes umzusetzen: Es sind sofort bessere Hinweisschilder anzubringen und die Ordnungsbehörde ist aufzufordern, die Einhaltung des Rauchverbots in nächster Zeit schwerpunktmäßig zu kontrollieren“, erklärt Siegfried Ermer, Vorsitzender des bundesweiten Verbraucherschutzverbandes Pro Rauchfrei e.V., und fügt an: „Die Schulkinder von Zirndorf beglückwünschen wir zu ihrer tollen Initiative. Wir würden uns freuen, wenn uns die beiden Sprecherinnen Fotos schicken, sobald das Rauchverbot auf den Spielplätzen greift. Wir bedanken uns dann gern mit einem Präsent.“