Pressemeldungen

Game of Thrones Spoiler sollen vom Rauchen abhalten

Auf ihrer neuen Seite smoking-spoilers.com stellt der Nichtraucherschutzverband Pro Rauchfrei ab heute alle aktuellen Spoiler von Games of Thrones online – in der Form von Zigarettenwarnungen.

15. April 2019  Heute ging der erste Spoiler der 8. Staffel von Game of Thrones auf der neuen Webseite smoking-spoilers.com online. Hier finden Nichtraucher alle Spoiler der bekannten Serie Game of Thrones – gestaltet in der Form von Zigarettenwarnungen. Jeder Spoiler kann heruntergeladen, ausgedruckt und auf die Zigarettenschachtel eines befreundeten Rauchers geklebt werden. Dabei enthält jede Spoilerwarnung einen Link zu Tipps, wie man mit dem Rauchen aufhören kann.

Die finale 8. Staffel von Game of Thrones startete gestern Abend in den USA. In keiner anderen Serie sterben so viele Hauptcharaktere so unvorhergesehen. Die Nichtraucherorganisation Pro Rauchfrei stellte zeitgleich den ersten Spoiler der ersten Folge auf der Website smoking-spoilers.com zum Download zur Verfügung. Da die meisten Fans die Serie erst heute Abend in Deutschland anschauen werden, sind sie den ganzen heutigen Montag über möglichen Spoilern völlig ausgeliefert. So sollen rauchende Serienfans in den kommenden sechs Wochen nicht mehr bedenkenlos zur Zigarette greifen können.

Pro Rauchfrei agiert seit Jahren als Verbraucherschutzverband. In seiner neuesten Aktion gibt er nun Nichtrauchern die Möglichkeit, ihr direktes Umfeld vom Rauchen abzuhalten. Denn weltweit werden Nichtraucher immer noch massiv von Rauchern belästigt: Laut WHO1 sterben weltweit jährlich über 890.000 Menschen an den Folgen von Passivrauchen.

Die Gefahren, die vom Rauchen ausgehen, sollen Raucher wirklich abschrecken. Wir hoffen, dass sich die Aufklärungskampagne rasant verbreitet und zum Serienfinale alle Raucher zittern“, sagt Siegfried Ermer, Vorstandsvorsitzender von Pro Rauchfrei.

Ein gewichtiger Grund, mit dem Rauchen aufzuhören, ist das gestiegene Bewusstsein, dass der eigene Zigarettenkonsum auch anderen Leuten schadet. Druck aus dem eigenem Umfeld und der Gesellschaft können Raucher dazu bringen, ihr Verhalten zu überdenken und mit dem Rauchen aufzuhören.

Es ist kaum zu glauben, wie ernst Raucher einen gespoilten Tod eines fiktiven Charakters nehmen. Gleichzeitig denken sie nicht an ihren eigenen sehr wahrscheinlichen Rauchertod – oder gar den Tod von passivrauchenden Freunden und Familienmitgliedern“, so Rainer Nickel, Vorstandsmitglied von Pro Rauchfrei.

Ironischerweise kann ein Spoiler in textlicher Form, der einen schrecklichen Seriencharaktertod beschreibt, einen Raucher wirklich schockieren und eine Welt für ihn zusammenbrechen lassen.

Pro Rauchfrei will es nicht nur bei Game of Thrones belassen: Gehypte Serien wie „Stranger Things 3“ und Filme wie „Star Wars 9“ oder „Avengers: Endgame“ sindsehnlichst erwartete Storylines, die voller Charaktertode sein werden – und keinen Raucher mehr bedenkenlos zu einer Packung Zigaretten greifen lassen.  

Quellenangaben

{1} http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs339/en/

{2} http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0093650215609669

Nachhilfe für Zirndorfer Bürgermeister Zwingel

Pro Rauchfrei unterstützt Wunschliste der Jungbürger

21.11.2018  Während der diesjährigen Jungbürgerversammlung im Zirndorfer Rathaus gab Bürgermeister Thomas Zwingel (SPD) den Viertklässlern eine falsche Auskunft. Wie die Fürther Nachrichten am 18. November berichteten, baten die Schüler den Bürgermeister, ein Rauchverbot auf den Spielplätzen der Stadt durchzusetzen. Um der Sache mehr Nachdruck zu verleihen, wurden sogar 232 Unterschriften gesammelt.

Statt sich jedoch bei den Jungbürgern für ihren sinnvollen Vorschlag zu bedanken und das Rauchverbot auf Spielplätzen mit einer besseren Beschilderung und Kontrolle durchzusetzen, „beschwichtigte“ er die Kinder mit der lapidar falschen Auskunft „Im Freien können wir leider kein Rauchverbot durchsetzen.“

Ist er vielleicht selbst Raucher und hat sich daher nicht mit dem bayerischen Gesetz zum Schutz der Gesundheit (GSG) beschäftigt? Denn dann hätte er dort unter Art. 2 Nr. 2 c) lesen können, dass auf „räumlich abgegrenzten und vom Träger gewidmeten Kinderspielplätzen" sehr wohl das Rauchen verboten ist. Ist da neben dem Bürgermeister von Zirndorf etwa auch seine Verwaltung ahnungslos?

„Wir fordern Herrn Bürgermeister Zwingel auf, seine Aussage in Bezug auf das Rauchverbot an Spielplätzen zu korrigieren und umgehend die Vorschriften des Gesetzes umzusetzen: Es sind sofort bessere Hinweisschilder anzubringen und die Ordnungsbehörde ist aufzufordern, die Einhaltung des Rauchverbots in nächster Zeit schwerpunktmäßig zu kontrollieren“, erklärt Siegfried Ermer, Vorsitzender des bundesweiten Verbraucherschutzverbandes Pro Rauchfrei e.V., und fügt an: „Die Schulkinder von Zirndorf beglückwünschen wir zu ihrer tollen Initiative. Wir würden uns freuen, wenn uns die beiden Sprecherinnen Fotos schicken, sobald das Rauchverbot auf den Spielplätzen greift. Wir bedanken uns dann gern mit einem Präsent.“

Halbherziges Verbot am Aasee

Zigarettenkippen sind das größere Problem

30.7.2018  Die Stadt Münster begründet das Rauchverbot von Shishas auf den Aasee-Terrassen mit Verunreinigung, die nicht mehr zu tolerieren ist.

So sinnvoll das Verbot ist, ist es doch nur ein Kniefall vor der Tabakindustrie. Denn der größte Rauchmüll sind die Zigarettenkippen, die nicht nur am Aasee sondern überall, an jedem noch so schönen Fleck, entsorgt werden.

Drei Viertel aller Zigarettenkippen werden einfach wegeworfen: auf den Boden, ins Gebüsch, ins Wasser. Weltweit machen Zigarettenkippen bis zu 50 Prozent der achtlos weggeworfenen Gegenstände aus, wie z.B. die Süddeutsche Zeitung schreibt.

Der hoch schadstoffbelastete Müll baut sich erst nach Jahren ab und vergiftet solange die Gewässer und die Lebewesen darin. Wo Kippen verstreut herumliegen, da sammelt sich schnell auch anderer Müll an.

Deshalb resümiert Siegfried Ermer, Pressesprecher des Nichtraucherschutzverbandes Pro Rauchfrei: "Das Ordnungsamt Münster sollte das Übel an der Wurzel packen, streng auf Müllvermeidung setzen und sich nicht am üblichen Laissez-faire zugunsten der Tabaklobby beteiligen. Wie so etwas gut funktioniert kann man an den Wastewatchern in Wien sehen".

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