Selbstdarstellung

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Über den Verein Pro Rauchfrei

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Der Bundesverband Pro Rauchfrei ist aus der Initiative von Privatleuten entstanden, die es leid waren, an vielen Orten kanzerogenem Passivrauch ausgesetzt zu werden. Diese Personen mussten erkennen, dass sich die klassischen Nichtrauchervereine und -initiativen mit ihren Schwerpunkten Aufklärung und Prävention überwiegend um ausstiegswillige Raucher kümmerten bzw. Jugendliche vom Rauchen abhalten wollten. Sie boten nicht die notwendigen Voraussetzungen, um tatkräftig und mit allen rechtlich zulässigen Mitteln gegen die leider alltägliche und allgegenwärtige „Zwangsberauchung" einzuschreiten.

Aus diesem Grund wurde im Mai 2003 die private Initiative "Smokefreeliving" aus der Taufe gehoben. Die ersten Erfolge und die schnell wachsende Zahl von Besuchern und registrierten Benutzern gaben den Ausschlag für den Entschluss, aus der privaten Initiative einen rechtsfähigen, eingetragenen und gemeinnützigen Verein zu gründen. Im September 2004 war es dann so weit. Mit rund 20 Anwesenden wurde in Berlin der Verein Pro Rauchfrei gegründet, der fortan schnell wuchs und nun Deutschlands größter und aktivster Nichtraucherverein ist.

Was wollen wir?

Pro Rauchfrei setzt sich für eine rauchfreie Gesellschaft ein. Schwerpunktmäßig konzentrieren wir uns auf folgende Themen:

  • Vollständig rauchfreie Gastronomie
    Die derzeitigen Regelungen der Bundesländer sind nicht geeignet, die Bürger nachhaltig vor den Gefahren des Passivrauches zu schützen. Einem konsequenten Verbot steht rechtlich nichts mehr im Wege, nachdem das Bundesverfassungsgericht am 30. Juli 2008 eindeutig und unmissverständlich ein einheitliches, alle Sparten umfassendes und ausnahmsloses Rauchverbot als mit dem Grundgesetz vereinbar beurteilt hat. Schließlich ist die Gesundheit das höchste Rechtsgut, weshalb die Freiheit des Rauchers dort endet, wo sich andere in seiner Nähe befinden. 

    Leider tragen die erforderlichen Änderungen nur der Chancengleichheit der Wirte Rechnung, wenn nun neben Raucherzimmern auch in Lokalen unterhalb einer gewissen Größe wieder geraucht werden darf. Wir fordern daher, dass die Aufweichung der Gesetze und die zahlreichen Ausnahmen für Nebenräume, Bierzelte oder kleine Kneipen ein Ende haben muss. Nichtraucher müssen überall uneingeschränkt am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben können, ohne oft vergeblich auf die Suche nach einer rauchfreien Kneipe oder Bar gehen zu müssen. Wir fordern daher ein gesetzliches und uneingeschränktes Rauchverbot für die gesamte Gastronomie mit wirksamen Sanktionen bei Verstößen. Nicht zuletzt haben auch die Angestellten in der Gastronomie ein Recht auf einen rauchfreien und daher gesundheitlich unbedenklichen Arbeitsplatz.

Die Beispiele aus anderen Staaten zeigen deutlich die positiven Effekte einer konsequenten Regelung für die Volksgesundheit auf und beweisen auch, dass sich Raucher recht schnell damit arrangieren, kurz vor die Tür zu gehen.

  • Rauchfreie Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten
    Noch immer gibt es kein flächendeckendes einheitliches Rauchverbot in den genannten Einrichtungen und auf deren Gelände. Die Kinder, Schüler und Studenten sind die Leidtragenden. Sie haben kein Stimm- oder Beschwerderecht und bedürfen daher unseres besonderen Schutzes. Das sollte selbstverständlich sein.
  • Rauchfreie Krankenhäuser
    Krankenhäuser dienen kranken Menschen zur Genesung. Trotzdem wird in vielen Krankenhäusern das Rauchen noch in Nebenzimmern, auf Balkonen oder der Privatabteilung gestattet. Auch muss das Rauchen auf dem gesamten Krankenhausgelände verboten sein. Der Verkauf von Tabakwaren, ob im Kiosk oder durch Automat muss tabu sein.
  • Rauchfreie Arbeitsplätze
    Mehrere Jahre existiert der so genannte "Nichtraucherparagraf" in der Arbeitsstättenverordnung. Er ist jedoch ein zahnloser Tiger. Der Betroffene hat zwar einen Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz, er muss ihn jedoch selber einfordern. Das gleicht einem "Russisch Roulette" - denn der Betroffene hat in der Regel die Wahl zwischen Mobbing und Kündigung, wenn die Geschäftsleitung nicht von sich aus reagiert. Der Weg zu den Gewerbeaufsichtsämtern, die für die Durchsetzung verantwortlich sind, ist meist vergebens, da diese sich gerne auf die schwammig formulierte Ausnahmeregelung beziehen und das Passivrauchopfer im Regen stehen lassen. Bis heute ist uns noch kein erfolgreiches Einschreiten der Gewerbeaufsichtsämter bekannt geworden. Wir fordern eine vollständige Änderung des "Nichtraucherparagrafen". Ein rauchfreier Arbeitsplatz darf nicht länger eine Holschuld des Arbeitnehmers, sondern muss eine Bringschuld des Arbeitgebers sein. Wir fordern stichprobenartige Kontrollen der Betriebe, eine anonyme Hotline für Betroffene und klar abgrenzbare Ausnahmen.

Der Staat hat die Pflicht, alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinreichend vor Gefahren zu schützen. Nicht ohne Grund gelten strenge Vorschriften für die Exposition mit Feinstaub und Chemikalien. Es kann nicht sein, dass die Angestellten in der Gastronomie nicht geschützt werden und somit Menschen zweiter Klasse sind, wo andernorts bei derartiger Feinstaubkonzentration längst der Raum geräumt werden müsste. Bund und Länder dürfen sich nicht länger gegenseitig die Kompetenz zuschieben. Es muss endlich bundesweit an allen Arbeitsstätten ein ausnahmsloses Rauchverbot gelten, weshalb die Arbeitsstättenverordnung entsprechend geändert werden muss.

Generell müssen auch alle Privaträumlichkeiten in den Nichtraucherschutz einbezogen werden, sofern sie öffentlich zugänglich sind. Das gilt namentlich besonders für Friseurläden, Einkaufszentren, Arztpraxen und sonstige Einrichtungen mit Personenverkehr.

  • Tabakautomaten
    
Deutschland ist mit rund 400.000 Tabakautomaten (300.000 davon kindgerecht im Freien aufgestellt) weltweit trauriger Spitzenreiter. Wir fordern ein vollständiges Verbot dieser Automaten im Sinne eines verbesserten Jugendschutzes und einer reduzierten Präsenz von Tabakwaren in der Öffentlichkeit. Die verschärften Regelungen des Jugendschutzgesetzes reichen für einen wirksamen Schutz unserer Jugendlichen vor der Tabakdrogensucht nicht aus. Solange Tabakwaren in Deutschland anonym und zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar sind, erscheinen Fortschritte im Bereich des Jugendschutzes unwahrscheinlich.

Warum wollen wir das?

Es ist nicht tolerierbar, dass eine suchtbringende Industrie, die jährlich weltweit mehr als 4,5 Millionen Menschenleben zu verantworten hat, demokratische Prozesse und Meinungen beeinflusst, Politiker und Parteien besticht und selbst im Bereich der Presse und Wissenschaft gezielt und vorsätzlich Informationen unterdrückt oder verfälscht. Wir nehmen es nicht hin, dass jedes Jahr in Deutschland eine mittlere Großstadt durch die Tabak-Drogenbosse getötet wird. Wir akzeptieren es nicht, dass mehr als 2/3 der Bevölkerung sich der stinkenden Rücksichtslosigkeit vieler Süchtiger unterwerfen muss und so in Deutschland eine real existierende Tabakdiktatur besteht, die Unsummen von Steuergeldern kostet. Die Kosten, mit denen das Gesundheitswesen durch vom Rauchen verursachte Erkrankungen belastet wird, sind wesentlich höher als die Einnahmen durch Tabaksteuern. Wir nehmen es nicht hin, dass die Länder bestehende Nichtrauchergesetze immer mehr zur Raucherschutzgesetzen umfunktionieren, indem sie mit ungezügelter Ausweitung der Ausnahmen quasi das Rauchen überall zulassen und sogar noch schützen.

Wie wollen wir das erreichen?

Durch schonungslose Information, Konfrontation und nachhaltigen Druck. Durch Mobilisierung der breiten Öffentlichkeit, Bekämpfung von Unwissen und ignoranter Verdrängung sowie durch Ausschöpfung aller zulässigen Mittel, auch rechtlicher Art. Wir schrecken nicht davor zurück, die "Täter" anzuzeigen oder öffentlich bloßzustellen. Wir konfrontieren die Verantwortlichen mit ihren Taten und Verbrechen. Wir fordern auf nationaler und europäischer Ebene eindringlich ein Handeln der Politik ein. Wir sind genauso wenig Denunzianten wie ein Überfallener, der wie wir nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit und dessen Verfolgung einfordert. Die Freiheit eines jeden Menschen endet stets dort, wo die Belange eines Mitmenschen berührt werden!

Was können Sie tun?

Immer wieder ist zu hören oder zu lesen "Was kann ich schon dagegen unternehmen?" Diese Frage ist ein sehr deutlicher Ausdruck innerer Resignation. Dafür besteht aber kein Grund! Einer alleine kann in Abhängigkeit von seinen Möglichkeiten vielleicht wenig tun und erreichen, in einer großen Gemeinschaft sieht das aber schon ganz anders aus. Stellen sich vor, es gäbe auf dem Gebiet des Nichtraucherschutzes eine Organisation so groß und stark wie der ADAC. Glauben Sie dann noch, wir könnten nichts erreichen? Pro Rauchfrei ist diese Gemeinschaft! Werden Sie noch heute Mitglied und sorgen Sie dafür, dass Ihre Stimme gehört wird, Mit weniger als 2 EUR pro Monat sind Sie schon dabei. Eine kostenlose Schnuppermitgliedschaft beseitigt jede Bedenken.

Gerne können Sie sich auch aktiv einbringen: Fragen Sie uns nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei Pro Rauchfrei.

 

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