Tabak in Fachgeschäften und Werbeverbot: Brief an die Jusos Rostock

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Liebe Rostocker Jusos,

Sie fordern eine neue Drogenpolitik: Unter anderem soll Tabak, gemeinsam mit hochprozentigem Alkohol und Cannabis, nur mehr in speziellen Läden verkauft werden. Außerdem wollen Sie, dass das Tabakwerbeverbot endlich kommt.

Das sind zwei wichtige und richtige Schritte in der Tabakprävention.

Auch wir fordern schon lange für Tabakwaren einen Verkauf in lizenzierten Fachgeschäften, zu denen nur Erwachsene Zutritt haben sollen. Alle anderen Verkaufsstellen, inklusive Tabakautomaten auf der Straße, sollen nicht weiterbestehen.

Schild für Fachgeschäft Tabak: Zutritt nur für Erwachsene

Damit und mit dem Tabakwerbeverbot wären alle Probleme durch Verdecken der Warnbilder im Verkauf, aggressive Werbung, u.a. mit Monitoren in Geschäften (oft sogar in Süßigkeitenregalen) und Tankstellen und der erleichterte Zugang Jugendlicher zu Tabakwaren an Automaten gelöst.

Am 10. Dezember wird im Bundestag über die beiden Anträge der Grünen und der Linken zum Tabakwerbeverbot gesprochen. Es wäre gut, wenn Sie Ihren SPD-Parteigenossen Ihren Standpunkt ans Herz legen und darauf drängen würden, dass keine Fraktionsdisziplin für die Abstimmung verordnet wird. Auch wir werden alle MdB vorher in dieser Sache kontaktieren.

Ein Ansprechpartner für Sie wäre auch Ihr Bundesvorsitzender Kevin Kühnert: Zu einem Umdenken in der Drogenpolitik gehört auch, den eigenen Tabakkonsum nicht bei Interviews für Zeitungen in den Vordergrund stellen zu lassen und damit Werbung fürs Rauchen zu machen. Lesen Sie dazu Wie man mit Sympathieträgern Produkte mit schlechtem Image bewirbt.

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