Drucken

Die anrüchigen Tabak-Profite der Stadt Dortmund auf der InterTabac

Anrüchige Tabak-Profite bei der InterTabac Dortmund10.09.2016  Vom 16. bis 18. September 2016 soll in Dortmund die weltweit größte Tabakmesse Inter­Tabac stattfinden. Veranstalter dieser Messe ist eine 100-prozentige Tochter­firma der Stadt Dortmund, die Westfalenhallen Dortmund GmbH.

Statt zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung beizutragen und wirksame Maßnahmen zur Tabakprävention zu ergreifen generiert die Stadt Dortmund Einnahmen aus einer Veranstaltung, die das Rauchen in Szene setzt und damit den Tabakkonsum fördert. Tausende Besucher werden über die neuesten Mittel und Wege informiert, wie man deren Interesse für Tabakprodukte gewinnt und sie nachhaltig zum Kauf dieser animiert. Raucherbereiche in den Messehallen tun ein Übriges, um die Veranstaltung für rauchende Besucher attraktiv zu machen. Die Messe ist daher ein weiteres Mittel der Tabakwerbung, für deren Verbot sich Pro Rauchfrei seit jeher ausspricht.

Am Samstag, den 17. September, findet ab 10.00 Uhr vor dem Eingang Messe-Forum der Halle 4 eine Protestkundgebung von Nichtraucher-Aktivisten statt. Diese werden gegen die Durchführung der diesjährigen Tabakmesse protestieren und ihre zukünftige Abschaffung fordern.

Drucken

Immer mehr Länder entscheiden sich für Einheitspackungen

Tabakwaren in einheitlichen Schachteln anzubieten, Plain Packaging genannt, ist eine weitergehende Möglichkeit, das Rauchen für junge Leute unattraktiver zu machen. FCA, ein Zusammenschluss vieler Nichtregierungsorganisationen zur Förderung von FCTC (Framework Convention on Tobacco Control), hat dazu 2016 eine Karte veröffentlicht. Neu hinzugekommen (noch nicht auf der Weltkarte) ist Gambia, dessen Gesundheitsminister Ende August dieses Jahres die Einführung von plain packages angekündigt hat. 

Einheitsverpackungen sind alle in der gleichen Farbe gehalten. Laut den Ergebnissen von Umfragen einer Marktforschungsagentur im Auftrag der australischen Regierung ist dies „Pantone 448 C“ bzw. „Opaque Couché“, ein recht biologisch anmutendes Braun. Die Studienteilnehmer, darunter auch 1.000 Raucher, hatten sie mit Dreck, Teer und Tod assoziiert. Den größten Teil der Packung nehmen kombinierte Bild-Text-Warnhinweise ein, im unteren Teil steht der Name der Marke, dessen Schrift und Farbe ebenfalls einheitlich gestaltet sind, s. Bild.

Diese Länder haben Plain Packages eingeführt bzw. sind gerade dabei.

Drucken

Und die Bilder wirken doch

Bildliche Warnhinweise auf Tabakpackungen - heilsame Schocks

Liebe Raucher, je nach Temperament schäumt Ihr vor Wut oder ärgert Euch darüber mehr oder weniger lautstark und beschwert Euch über Bevormundung: Die Rede ist von den neuen Warnbildern, gemeinhin „Schockbilder“ oder „Ekelbilder“ genannt, auf Verpackungen von Tabakwaren.

Aber könnt Ihr einmal ein kleines bisschen über die eigene Zigarettenspitze hinausschauen? Dann versteht Ihr nämlich, dass diese Bilder vor allem für junge Menschen gedacht sind, die sich noch entscheiden können, ob sie mit dem Rauchen anfangen oder nicht. Wer anfängt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine lebenslange Raucherkarriere vor sich. Deshalb will die Tabakindustrie ja auch die Kunden jung ködern.

Wollt Ihr wirklich, dass Kinder anfangen zu rauchen? Viele Raucher wollen das tatsächlich nicht, denn sie wissen, wie schwer es ist, wieder damit aufzuhören. Jeder zweite Raucher will eigentlich aufhören, heißt es immer wieder. Nur ein Bruchteil schafft es dauerhaft.